Was bedeutet Bio?

Gemeinsames Anliegen aller Akteure im ökologischen Landbau ist es, gesunde Lebensmittel zu erzeugen und dabei die natürlichen Ökosysteme zu schonen. Heute ist es wissenschaftlich belegt, dass der ökologische Landbau die umweltfreundlichste Form der Landbewirtschaftung ist. Aber was genau heißt das eigentlich?

Kuh gross

Der ökologische Landbau ist in der EG-Öko-Verordnung gesetzlich geregelt. Jeder Bio-Betrieb wird jährlich von einer unabhängigen und staatlich zugelassenen Kontrollstelle auf die Einhaltung der Verordnung überprüft.

Kriterien der ökologischen Milchverarbeitung:

  • hohe geschmackliche Qualität
  • schonende Verarbeitung
  • traditionelle Herstellungsverfahren
  • kein Einsatz von gentechnisch manipulierten Kulturen
  • Verzicht auf Zusatzstoffe und Stabilisatoren
  • Qualitätssicherung durch laufende Kontrollen einer staatlich anerkannten Öko-Kontrollstelle

Der hohe Futterbedarf wird neben dem Grundfutter Gras, Klee, Mais und Ganzpflanzensilage mit Biokraftfutter aus Getreide, Lupinen, Erbsen, Ackerbohnen, Sojabohnen und/oder Ölkuchen sowie Mineralstoffen ergänzt. Die Kälber werden in den ersten zwölf Wochen mit Milch, ergänzend mit Heu, Gras und Kraftfutter, versorgt.

Die artgerechte Haltung stärkt maßgeblich das Immunsystem des Tieres.
Jede Biokuh hat einen eigenen Fressplatz. Die Liegeflächen müssen mit Stroh, Spelzen oder Sägemehl eingestreut sein.

Im Winter leben die Milchkühe entweder in einem Laufstall oder haben regelmäßig Auslauf; während der Sommermonate haben sie regelmäßigen Weidegang oder Auslauf mit überwiegend Grünfuttergabe.

Weitere Informationen: Bioland.de/Bio-Info-Milch

Aufgrund folgender Kriterien trägt der Bio-Betrieb dazu bei, die Artenvielfalt zu erhalten, den Boden zu schützen und die Klimabelastung durch die Landbewirtschaftung zu senken.

  • verzichtet vollständig auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und leichtlöslichen Stickstoffdünger
  • hält die Nutztiere artgerecht und ernährt diese hauptsächlich mit betriebseigenen, ökologisch angebauten Futtermitteln
  • erzeugt gesundheitlich wertvolle Lebensmittel
  • schützt das Grundwasser vor Nitratbelastung
  • schont die Energie- und Rohstoffreserven
  • sichert Arbeitsplätze in der Landwirtschaft
  • trägt zum Erhalt der Artenvielfalt bei
  • erhält die Bodenfruchtbarkeit
  • läßt regelmäßige Kontrollen auf den Bio-Betrieben von einer staatlich anerkannten Öko-Kontrollstelle durchführen.