Spende an den "Kitzretter e.V."

Rehe vor Mäh-Tod retten – Upländer Bauernmolkerei spendet 20 Warngeräte an Kitzretter e.V.

Zum Start in die Mähsaison überreichte die Upländer Bauernmolkerei 20 elektrische Wildscheuchen, sogenannte „Vergrämer“ an den heimischen Verein Kitzretter e.V.

 UBM bergabe Kitzretter 13 05 20 web

Karin Arzt Steinbrink, Geschäftsführerin der Upländer Bauernmolkerei, mit einem neu angeschafften Vergrämer.  Stefanie Walter und Constanze Schöttler vom "Kitzretter e.V." und die Landwirte Sven und Stefanie Lorenz mit Sohn Mattheo freuen sich über die Spende 

Usseln / VöhlEs ist eine Horrorvorstellung für Landwirte und Naturschützer: Ein frisch geborenes Kitz gerät in die Erntemaschine beim Mähen. Die Bemühungen, dies zu verhindern werden immer umfang- und erfolgreicher. Am Mittwochabend übergab Karin Artzt-Steinbrink, Geschäftsführerin der Upländer Bauernmolkerei die so genannten Vergrämer an Constanze Schöttler und Stefanie Walter, Initiatorinnen des Vereins Kitzretter e.V. in Waldeck-Frankenberg. Treffpunkt war der Schwalbenhof von Stefanie und Sven Lorenz, Milchlieferanten der Upländer Bauernmolkerei, in Vöhl. Dort waren zum einen die derzeitigen Abstandsregeln leicht einzuhalten und  zum anderen wurden die optisch-akustischen Vergrämungsgeräte im direkten Einsatz gezeigt. 

Hochsaison für Kitzretter

Immer im Frühsommer fällt der Termin der Grünlandernte zusammen mit der Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere. „Der Nachwuchs wird vorzugsweise im vermeintlichen Schutz des hohen, dichten Grases abgelegt. Er liegt dort zwar verborgen für natürliche Feinde, aber ist dennoch in Gefahr“, erklärt Constanze Schöttler. Immer wieder werden Rehkitze, Junghasen und Bodenbrüter durch Mähmaschinen „mitgemäht“. Die immer schneller werdenden Landmaschinen und modernen Erntetechniken lassen kaum eine Chance zum Überleben. Und das gilt es zu verhindern. „Kein Landwirt möchte im Erntestress auch noch ein Kitz mitmähen“, weiß Karin Artzt-Steinbrink. Das sei belastend und nicht nur aus Tierschutzsicht ein Problem, sondern auch fürs Futter: die Kadaverreste kontaminieren das Futter und gefährlicher Botulismus drohe. „Mit der Unterstützung der Kitzretter möchten wir allen Landwirten helfen, solche Unfälle zu vermeiden“, so die Geschäftsführerin der Molkerei. 

Tierschutzgerechte Mahd, effektive Wildrettung

Die Landwirte sind immer mehr bemüht, Kitzverluste möglichst auszuschließen. Jagdpächter werden über den Mähtermin informiert, damit diese dann die Flächen mit Hunden absuchen und Pfähle mit Knistertüten aufstellen, die das Wild verscheuchen. Mit dem Einsatz der elektronischen Wildscheuchen, kurz „Vergrämer“ kommen die Kitzretter ins Spiel. Die vom Verein eingesetzten Geräte geben unregelmäßig Licht- und Tonsignale ab. Diese werden zufällig generiert, so dass ein Gewöhnungseffekt erst spät eintritt. „Die Mütter werden gewarnt und bringen ihre Kitze auf natürliche Weise in Sicherheit“, so Constanze Schöttler. „Anfangs sind wir belächelt worden, freuen uns mittlerweile aber sehr, dass so viele Landwirte und auch Jagdpächter uns dabei unterstützen“, so Stefanie Walter. Der Einsatz bewährt sich: „Wir verwenden die Vergrämer seit drei Jahren auf unseren Flächen und haben seitdem keinen Unfall mehr mit einem Kitz gehabt“, so Landwirt Sven Lorenz.

Mütter retten Ihre Kitze selbst

Die Kitzretter stecken solche Geräte zur Wildrettung nach Absprache auf die Felder, wenn sie rechtzeitig über einen Mäheinsatz Bescheid wissen. So haben die Ricken mehrere Stunden Zeit, ihre Kitze aus der Gefahrenzone herauszuholen. Mit nur drei Geräten sind etwa 10 bis 20 Hektar abgedeckt. Der Verein besitzt derzeit 250 dieser Vergrämer. Ein Gerät kostet 85 Euro. „Bei über 200 Einzeleinsätzen haben sich die Geräte bereits bewährt. Wichtig ist, dass das Gerät erst direkt vor oder während der Mahd aus der Fläche geholt werden sollte, da die Ricken die Kitze sonst vorzeitig zurückbringen“, so Constanze Schöttler. Die Initiatoren des Vereins betonen immer wieder: Die Kitzretter wollen niemanden anprangern, sondern sowohl die Landwirte in ganz Waldeck-Frankenberg unterstützen als auch die Kitze vor dem Mähtod bewahren.

 

·         Die Upländer Bauernmolkerei spendet 20 „Vergrämer“ an den Verein Kitzretter e.V.;

·         Mit den Vergrämern sollen die frisch geborenen Kitze vor dem Mähtod bewahrt werden;

·         Die Kitzretter verfügen auch über eine Drohne mit Infrarot-Kamera sowie ein einsatzfähiges Pilotenteam. Der Einsatz ist witterungsabhängig, aber Drohnen sind zweifelsohne nützliche Helfer. Allerdings ist die Anschaffung mit etwa 8500 Euro sehr teuer und somit begrenzender Faktor;

·         Kitzretter e.V. unterstützen – Spendenkonto, Empfänger: Kitzretter e.V. IBAN: DE17 5235 0005 0000 1042 40, BIC: HELADEF1KOR, Institut: Sparkasse Waldeck-Frankenberg

 

·         „Kitz-Handy“: Landwirte aus dem Landkreis, die sich von den Kitzrettern helfen lassen wollen, können sich jederzeit unter der Telefonnummer 01520 - 7 65 26 01 bei dem Verein melden. Weitere Informationen unter: www.diekitzretter.de

 

 

Usseln / Vöhl. Es ist eine Horrorvorstellung für Landwirte und Naturschützer: Ein frisch geborenes Kitz gerät in die Erntemaschine beim Mähen. Die Bemühungen, dies zu verhindern werden immer umfang- und erfolgreicher. Am Mittwochabend übergab Karin Artzt-Steinbrink, Geschäftsführerin der Upländer Bauernmolkerei die so genannten Vergrämer an Constanze Schöttler und Stefanie Walter, Initiatorinnen des Vereins Kitzretter e.V. in Waldeck-Frankenberg. Treffpunkt war der Schwalbenhof von Stefanie und Sven Lorenz, Milchlieferanten der Upländer Bauernmolkerei,  in Vöhl. Dort waren zum einen die derzeitigen Abstandsregeln leicht einzuhalten und  zum anderen wurden die optisch-akustischen Vergrämungsgeräte im direkten Einsatz gezeigt.

Hochsaison für Kitzretter

Immer im Frühsommer fällt der Termin der Grünlandernte zusammen mit der Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere. „Der Nachwuchs wird vorzugsweise im vermeintlichen Schutz des hohen, dichten Grases abgelegt. Er liegt dort zwar verborgen für natürliche Feinde, aber ist dennoch in Gefahr“, erklärt Constanze Schöttler. Immer wieder werden Rehkitze, Junghasen und Bodenbrüter durch Mähmaschinen „mitgemäht“. Die immer schneller werdenden Landmaschinen und modernen Erntetechniken lassen kaum eine Chance zum Überleben. Und das gilt es zu verhindern. „Kein Landwirt möchte im Erntestress auch noch ein Kitz mitmähen“, weiß Karin Artzt-Steinbrink. Das sei belastend und nicht nur aus Tierschutzsicht ein Problem, sondern auch fürs Futter: die Kadaverreste kontaminieren das Futter und gefährlicher Botulismus drohe. „Mit der Unterstützung der Kitzretter möchten wir allen Landwirten helfen, solche Unfälle zu vermeiden“, so die Geschäftsführerin der Molkerei.

Tierschutzgerechte Mahd, effektive Wildrettung

Die Landwirte sind immer mehr bemüht, Kitzverluste möglichst auszuschließen. Jagdpächter werden über den Mähtermin informiert, damit diese dann die Flächen mit Hunden absuchen und Pfähle mit Knistertüten aufstellen, die das Wild verscheuchen. Mit dem Einsatz der elektronischen Wildscheuchen, kurz „Vergrämer“ kommen die Kitzretter ins Spiel. Die vom Verein eingesetzten Geräte geben unregelmäßig Licht- und Tonsignale ab. Diese werden zufällig generiert, so dass ein Gewöhnungseffekt erst spät eintritt. „Die Mütter werden gewarnt und bringen ihre Kitze auf natürliche Weise in Sicherheit“, so Constanze Schöttler. „Anfangs sind wir belächelt worden, freuen uns mittlerweile aber sehr, dass so viele Landwirte und auch Jagdpächter uns dabei unterstützen“, so Stefanie Walter. Der Einsatz bewährt sich: „Wir verwenden die Vergrämer seit drei Jahren auf unseren Flächen und haben seitdem keinen Unfall mehr mit einem Kitz gehabt“, so Landwirt Sven Lorenz.

Mütter retten ihre Kitze selbst

Die Kitzretter stecken solche Geräte zur Wildrettung nach Absprache auf die Felder, wenn sie rechtzeitig über einen Mäheinsatz Bescheid wissen. So haben die Ricken mehrere Stunden Zeit, ihre Kitze aus der Gefahrenzone herauszuholen. Mit nur drei Geräten sind etwa 10 bis 20 Hektar abgedeckt. Der Verein besitzt derzeit 250 dieser Vergrämer. Ein Gerät kostet 85 Euro. „Bei über 200 Einzeleinsätzen haben sich die Geräte bereits bewährt. Wichtig ist, dass das Gerät erst direkt vor oder während der Mahd aus der Fläche geholt werden sollte, da die Ricken die Kitze sonst vorzeitig zurückbringen“, so Constanze Schöttler. Die Initiatoren des Vereins betonen immer wieder: Die Kitzretter wollen niemanden anprangern, sondern sowohl die Landwirte in ganz Waldeck-Frankenberg unterstützen als auch die Kitze vor dem Mähtod bewahren.

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