Tierwohl

Unsere Kühe haben so oft es geht Weidegang, bei unserer Weidemilch garantiert an mindestens 120 Tagen im Jahr für mindestens 6 Stunden – häufig sogar mehr. Da das Thema Tierwohl für uns eine ganz besondere Bedeutung hat, setzen wir seit Anfang 2020 ein umfangreiches Beurteilungssystem, den sogenannten Tiergerechtheitsindex (kurz: TGI) ein. Der TGI ist ein Punkte-System, welches das Wohlbefinden der Tiere in den fünf wichtigsten Einflussbereichen bewertet, nämlich Bewegungsmöglichkeit,Sozialkontakt, Bodenbeschaffenheit, Licht und Luft (Stallklima) und Betreuungsqualität.

Regelmäßige Kontrollen stellen sicher, dass geforderte Standards eingehalten bzw. Maßnahmen zur weiteren Verbesserung umgesetzt werden. Der TGI gilt als praktikabel und genau, da er bei einem Kontrollbesuch einfach und schnell anhand eines Tabellenwerks zu erheben ist. Er ermöglicht die Aufdeckung von Schwachstellen im Haltungssystem auf betrieblicher Ebene. Wir setzen dieses Instrument zur Beurteilung des Tierwohls freiwillig und zusätzlich zu den strengen Richtlinien des Bioland-Verbandes ein. Der TGI wurde 1985 in Österreich von Prof. H. Bartussek entwickelt, über die Jahre in vielen Versionen optimiert und ist derzeit für Rinder, Kälber, Mastschweine, Zuchtsauen und Legehennen anwendbar.

Folgende Einflussbereiche werden bewertet:

1. Bewegungsmöglichkeit
Ausreichend Auslauf auf der Weide sowie genügend Bewegungsflächen im Stall wirken sich positiv auf den Bewegungsapparat der Tiere und damit auf die Gesundheit aus. Bewertet werden hier u.a. die Bewegungsfläche pro Kuh im Stall, die Bewegungsmöglichkeiten beim Abliegen und Aufstehen im Stall und der Zugang zu Auslaufflächen oder Weide.

Fuhr Website

2. Sozialkontakte
Kühe sind Herdentiere mit einem hohen Sozialverhalten. Weidegang bietet Kühen viel Platz für Bewegung und ein gutes Sozialleben. Hier werden Herdenstruktur, Nachzucht und Anzahl der Auslauf- und Weidetage bewertet.

Gbel Khe

3. Bodenbeschaffenheit
Kühe liegen etwa 12 Stunden am Tag. Daher sollen Liegeflächen weich, sauber und trittsicher sein. Am höchsten wird hier eine gut gepflegte und regelmäßig eingestreute Liegefläche bewertet. Auch die Gangflächen und Auslaufflächen werden bewertet. Hierbei ist wichtig, dass die Laufgänge sauber und rutschfest sind, damit die Kuh ihr Normalverhalten, wie Laufen, Körperpflege oder das Brunstverhalten ausleben kann.

Lorenz Stall

4. Licht, Luft, Lärm
Viel Tageslicht und eine gute Luftqualität bei Vermeidung von Zugluft wirken sich positiv auf die Tiere aus. Helligkeit hilft der Kuh zur Orientierung und Erfassung ihrer Umwelt. Wichtig ist, dass die Ruhezeiten der Kuh fürs Wiederkäuen gewährleistet werden können und nicht durch Lärm gestört werden.

Lorenz Futtertisch

5. Betreuungsqualität
Ein aufmerksamer und sorgfältiger Umgang mit den Tieren und ihrer Umwelt ist Grundvoraussetzung für jeden Milchlieferanten unserer Bauernmolkerei. Bewertungsgrundlage für die einzelnen Kriterien sind: Sauberkeit der Boxen, der Futter- und Tränkeeinrichtungen, technischer Zustand der Stalleinrichtung, Zustand der Haut und des Haarkleides, Sauberkeit, Sauberkeit der Tiere (Boxenhygiene), Zustand der Klauen, Verletzungen und die Tiergesundheit.

Susanne Emden Bild Tierwohl Website II

 

Wir wurden gefördert durch die EU und das Land Hessen:

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